Erfolgreiche Produktschau in Hannover

Beitrag von Dr. Dietmar Müller

Chefredakteur Beyond Buzzwords

11. Mai 2026

Auf der diesjährigen Hannover Messe präsentierte sich der ERP- und Business Applications-Spezialist Proalpha mit einem Paukenschlag und einer beeindruckenden Phalanx an Gruppenunternehmen, um dem industriellen Mittelstand den Weg aus dem Datendschungel zu weisen. Gemeinsam mit Böhme & Weihs, Nemo, Gedys, Proalpha Metall und Mapex verwandelte der Anbieter seinen Stand in Halle 15 in ein Schaufenster für die vernetzte Produktion der Zukunft.

 

Im Zentrum des Geschehens stand dabei die Business Application Suite. In Zeiten von volatilen Lieferketten und einem massiven Kostendruck demonstrierte das Unternehmen eindrucksvoll, wie eine durchgängige Datenbasis die oft zitierten Silos zwischen den Abteilungen endgültig einreißen kann.

Besonders erfreulich war der Ansatz, KI nicht als bloßen Hype zu inszenieren, sondern als handfestes Werkzeug für den harten Industriealltag zu präsentieren.

Proalpha machte deutlich, dass moderne Wertschöpfung eine enge Verzahnung von Finance, Human Capital Management und Customer Experience mit dem operativen Fertigungs- und Qualitätsmanagement erfordert. Dass diese Lösungen wahlweise on-Premises, hybrid oder direkt aus der Cloud angeboten werden, unterstrich die Flexibilität, die der Mittelstand heute fordert. Die Besucher konnten in Hannover hautnah miterleben, wie sofort einsatzfähige KI-Anwendungen ohne monatelange Implementierungsphasen direkt messbaren Nutzen entlang der gesamten Wertschöpfungskette generieren.

Weniger KI-Hype, mehr Nutzen

Ein echtes Highlight war der Auftritt des Gruppenunternehmens Nemo, das unter dem erfrischend pragmatischen Motto „Weniger KI-Hype, mehr Nutzen“ antrat. Die Experten zeigten, wie ihre Cloud- und Analytics-Plattform Firmendaten für Business Intelligence und Process Mining wirksam macht. Besonders die Live-Demo zur intelligenten Stammdatenpflege sorgte für Interesse, da sie veranschaulichte, wie Tools wie der Part Advisor Fachbereiche von lästiger Routinearbeit entlasten. Parallel dazu demonstrierten Böhme & Weihs die intelligente Symbiose aus Qualitäts- und Fertigungsmanagement, bei der Daten zwischen CASQ-it und MESQ-it in Echtzeit hin- und her flossen. Mit dem „KI-Buddy“ für das Reklamationsmanagement lieferten sie zudem ein Paradebeispiel für moderne Assistenzsysteme, während Mapex zeigte, wie seine MES-Plattform die Gesamtanlageneffektivität durch die Bündelung globaler Fabrikdaten auf ein neues Level hebt.

Abgerundet wurde das Portfolio am Hauptstand durch das No-Code-CXM von Gedys, das den Lead-to-Order-Prozess mobil und flexibel gestaltet, sowie durch die spezifische ERP-Lösung Proalpha Metall, die speziell auf kleine Betriebe in der Metallverarbeitung zugeschnitten sind. Doch Proalpha begnügte sich nicht mit der Präsentation am eigenen Stand. In Halle 13, am Stand der SmartFactory-KL, tauchte das Unternehmen tief in die Welt der Forschungsinitiative Factory-X ein. Dort wurde konsequent weiterentwickelt, was bereits im Vorjahr für Gesprächsstoff gesorgt hatte: der autonome Betrieb von Maschinen über föderierte Datenräume. Gemeinsam mit Partnern zeigte Proalpha, wie automatisierte Störungserkennungen direkt in Service-Tickets und Ersatzteilbestellungen im ERP münden. Damit bewies das Unternehmen, dass es bereits „Factory-X ready“ ist und künftige Datenraum-Standards keine Zukunftsmusik mehr darstellen.

Digitaler Zwilling und Digitaler Produktpass

Ein weiterer medialer Ankerpunkt war die Kooperation mit Pfalzkom zum Thema Digitaler Zwilling und Digitaler Produktpass (DPP). Die Vorführung machte greifbar, wie ERP-Informationen über die sogenannte Verwaltungsschale standardisiert strukturiert und interoperabel für die gesamte Lieferkette bereitgestellt wird. Während Pfalzkom für das sichere Hosting und die technische Absicherung bürgt, integriert Proalpha die produktrelevanten Daten direkt in die Geschäftsprozesse. Dies war ein entscheidender Schritt, um die wachsenden Transparenz- und Nachhaltigkeitsanforderungen der EU technologisch abzubilden.

Michael Finkler, Geschäftsführer Business Development der Proalpha Group, brachte es vor Ort auf den Punkt, als er betonte, dass Industrieunternehmen heute nahtlose Prozesse ohne Insellösungen brauchen. Der Messeauftritt untermauerte diesen Anspruch eindrucksvoll. Proalpha und seine Partner zeigten nicht nur Software, sondern echte Real-Case-Szenarien, die vom fertigen Bauteil bis zum digitalen Zwilling reichten.

Nach den intensiven Tagen in Hannover blieb die Erkenntnis, dass der Weg zur intelligenten Fabrik über eine radikale Datenoffenheit führt, die Proalpha mit seiner Business Application Suite und den strategischen Kooperationen bereits heute ebnet. Die Hannover Messe 2026 markierte damit einen Wendepunkt, an dem technologische Konzepte endgültig in den produktiven Alltag des Mittelstands überführt werden. 

 

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