Auf der EMO 2025 hat MKG gemeinsam mit einem branchenübergreifenden Konsortium aus zehn weiteren Unternehmen die digitale Fabrik der Zukunft en détail präsentiert. Besucher konnten hochautomatisiert einen Formel 1-Wagen im Miniaturformat bauen lassen.
Der Spezialist für das Enterprise Ressource Planing (ERP) MKG hat auf der Weltleitmesse der Produktionstechnologie in Hannover EMO 2025 die Zukunft der Fertigung anschaulich dargestellt. Ein branchenübergreifendes Konsortium aus zehn weiteren Unternehmen hat beim Versuchsaufbau geholfen, namentlich waren das die Partnern Cellro, DMG MORI, FUCHS, HEIDENHAIN, ISCAR, Mitutoyo, SCHUNK, Supplydrive, TopSolid und Zoller. In der von ihnen aufgebauten digitalen Zerspanungsfabrik gingen Digitalisierung, Automatisierung und Nachhaltigkeit in einer autonomen Produktionsumgebung Hand in Hand.
Die nahtlose Prozessintegration ist entscheidend
Zerspanungsfirmen sind in der Lage, durch eine intelligente Vernetzung bestehender Technologien schrittweise eine autonome, planbare und nachhaltige Produktionsumgebung aufzubauen. Dafür ist eine nahtlose Prozessintegration unerlässlich. Die Produktionsumgebung machte insbesondere drei wesentliche Elemente erfolgreicher Fertigung erlebbar:
- Digitale Produktionsplanung:
Papierlose Arbeitsvorbereitung, bei der CAD/CAM und spezialisierte ERP- und Produktionsplanungssysteme nahtlos in die zentrale Werkzeugverwaltung integriert sind. Dies eliminiert Fehler, minimiert die Vorbereitungszeit und optimiert die Fertigungsvorbereitung. - Autonome CNC-Produktion:
Eine High-Mix, Low-Volume-CNC-Produktion, die autonom 24/7 läuft, wird durch einen automatisierten CNC-Maschinenpark mit innovativer Zerspanungstechnik und langlebigen Maschinenflüssigkeiten realisiert. Dies maximiert zuallererst die Maschinenauslastung, was wiederum die Produktionsleistung erhöht. - Produktions-Cockpit in Echtzeit:
Zentrale Dashboards bieten volle Transparenz und Kontrolle, während die Integration der Lieferkette einen nahtlosen Informationsfluss zwischen allen beteiligten Abteilungen, Lieferanten und Kunden gewährleistet. Dies ermöglicht Echtzeiteinblicke in den Maschinenstatus, den Energieverbrauch und die Produktqualität.
Und so funktionierte die Fabrik der Zukunft auf der EMO: Per QR-Code starteten Messebesucher eine individualisierte Bestellung für einen Formel 1-Wagen im Miniaturformat. Diese wurde vom MKG-ERP geplant, verarbeitet und an die entsprechenden Maschinen übergeben. Die CNC-Fertigung startet autonom, während das System gleichzeitig über REST-APIs Statusmeldungen – etwa über Produktionszeit, Energieverbrauch oder CO₂-Bilanz – in Echtzeit liefert. Weitere benötigte Teile wie etwa Räder konnten in der Zwischenzeit aus einem Lagerschrank entnommen werden. Der Wagen wurde nach Abschluss des Fertigungsprozesses vor Ort komplett zusammengefügt. Gleichzeitig erhielten die Besucher automatisiert einen digitalen Lieferschein auf ihr Smartphone – inklusive elektronischer Signatur und Rechnungsstellung.
Deutlich gesteigerte Produktionsleistung
Eine so integrierte Produktionsumgebung führt generell zu sofort spürbaren Effekten: Dank minimierter Maschinenstillstandzeiten steigt die Produktionsleistung umgehend. Optimierte Abläufe verkürzen zudem die Durchlaufzeiten zwischen den einzelnen Prozessschritten deutlich. Darüber hinaus trägt der effiziente Einsatz von Energie und Material zu einer nachhaltigen Reduzierung der CO₂-Emissionen bei.
Über die rein technischen Vorteile hinaus stärkt die Prozessintegration die gesamte Organisation: Fachkräfte werden von wiederkehrenden Routineaufgaben entlastet, was Kapazitäten für Innovation, Weiterentwicklung und kontinuierliche Verbesserung freisetzt – zentrale Voraussetzungen, um als Zerspanungsunternehmen wettbewerbsfähig aufgestellt zu sein.
„Fertigungsunternehmen stehen heute vor der Herausforderung, mit immer komplexeren Anforderungen bei gleichzeitig steigendem Kostendruck umgehen zu müssen“, so Henk Abbring, Managing Director (MD) bei MKG. „Die Antwort liegt in der intelligenten Vernetzung bewährter Technologien. Diese Art nahtloser Prozessintegration dürfte zukünftig der entscheidende Faktor sein, wer im Maschinenbau von morgen erfolgreich bestehen wird.“
MGK ist ein Anbieter von hoch skalierbarer und standardisierter ERP-Software für die metallverarbeitende Industrie im Kernkundensegment bis zu 100 Mitarbeitern. Seit Juni 2024 ist er Teil der Proalpha Group.