Amtlich: KI transformiert die Softwareentwicklung

Beitrag von Dr. Dietmar Müller

Chefredakteur Beyond Buzzwords

18. Februar 2026

Das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz und Accenture haben die Fähigkeiten und Grenzen großer Sprachmodelle ausgelotet und den Übergang von den ersten KI-Code-Assistenten hin zu „Agentic AI for Software Engineering“ beleuchtet.

Über einen Monat lang haben wir uns auf Beyond Buzzwords im vergangenen Jahr der Zukunft der Informatik gewidmet. Programmierer könnten durch den Einsatz von künstlicher Intelligenz (KI) und ihrer Agenten bald reihenweise den Job verlieren – oder auch nicht, die Meinungen dazu waren stark polarisiert.

In einem gemeinsamen Whitepaper mit dem Titel „Generative AI in Software Engineering“ 
haben nun das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) und das Beratungshaus Accenture das Thema aufgegriffen und die Grenzen und Möglichkeiten von Large Language Models (LLMs), GenAI und Agentic AI für die Softwareentwicklung ausgelotet. Es zeigt, dass GenAI den gesamten Entwicklungsprozess unterstützt – vom Anforderungsmanagement über kreative Lösungsentwürfe und Implementierung bis hin zur Überwachung und Validierung. Dadurch können sich Softwareentwickler stärker auf kreative und konzeptionelle Aufgaben konzentrieren, während Routinearbeiten automatisiert werden. Soweit bekannt.

Ebenfalls nicht überraschend ist die Prognose, dass die Integration von GenAI die Produktivität und Effizienz im gesamten Entwicklungsprozess erheblich steigern wird. Die Autorinnen und Autoren betonen jedoch die Bedeutung eines ganzheitlichen „End-to-End“-Ansatzes: Mensch und Maschine müssen sich gezielt ergänzen. Die Einführung von GenAI sollte schrittweise, kontrolliert und kontinuierlich angepasst erfolgen.

Zentrale Herausforderungen

Trotz der großen Potenziale weist die Studie auf zentrale Herausforderungen hin. Die erfolgreiche Einführung von GenAI ist für Unternehmen mit erheblichen Aufwänden verbunden. Sie erfordert beträchtliche Investitionen, spezialisierte Expertise und ein strukturiertes Change-Management. Dabei gilt es, potenzielle Fallstricke ebenso zu berücksichtigen wie die hohe Entwicklungsdynamik der Technologien und Werkzeuge, um flexibel auf neue technologische Fortschritte reagieren zu können.

Die Studie kommt zu dem Schluss: Der Einsatz von GenAI allein garantiert noch keinen Wettbewerbsvorteil – doch wer den technologischen Wandel ignoriert, riskiert langfristig seine Wettbewerbsfähigkeit. Unternehmen, die generative KI strategisch, verantwortungsvoll und ganzheitlich implementieren, sichern sich dagegen einen nachhaltigen Vorsprung in einer zunehmend digitalen Wirtschaft.


 

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